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Im Jahr 1957 gründete Josef Casson
den "I. Österreichischen Katzenschutzverein" und
etablierte mit einigen wenigen Helfern in zwei aufgelassenen
Pferdeställen ein Heim für streunende, herrenlose Katzen.
Es fehlte zwar buchstäblich an Allem, doch die wenigen
Idealisten waren einfach davon beseelt , den vielen heimatlosen
Katzen ein Zuhause zu schaffen. So entwickelte sich dieses Heim im
Lauf der Jahre zu einer Heimstatt für ca. 400 ausgesetzte,
verstoßene und verwaiste Katzen, dem heutigen KATZENHEIM
FREUDENAU
Oft sind es verwaiste Katzen, deren Besitzer gestorben sind.
Andere wieder wurden etwa als "Weihnachtsgeschenk" angeschafft, um kurze Zeit später, "weil`s einen nimmer freut", bei uns zu landen.
Steht eine Delogierung, ein Umzug dem Katzenbesitzer ins Haus, bringt er sein Tier in vielen Fällen in die Freudenau, weil dies das einfachste ist.
Andere werfen, ohne eine Gemütsregung zu haben, ihr Katzerl aus dem Autofenster, weil sie in Urlaub fahren möchten und das bescheidene Wesen dabei nur stören würde.
Aber auch verletzte, ausgehungerte – oft trächtige Katzen werden uns gebracht, damit sie ausgeheilt werden, bzw. ein Zuhause erhalten.
Wie oft erreichen uns Hilferufe, weil in einem Hof, in einem Keller, auf Bauplätzen oder Friedhöfen und anderen Orten Katzen gesichtet wurden. Sie würden sich ins Uferlose vermehren, wenn man sie sich selbst überlassen würde.
Treffen Neuankömmlinge ein, kommen sie für einige Zeit in die Quarantäne. Wenn Sie nicht geimpft sind, werden sie das im Katzenheim. Nach gründlicher ärztlicher Untersuchung und gegebenenfalls Behandlung werden sich nach der vorgeschriebenen Zeit mit viel Behutsamkeit und Vorsicht an ihr neues Heim gewöhnt und mit ihren zukünftigen Lebensgefährten bekannt gemacht.
Auf diese Weise haben schon viele Katzen nach einem schweren Schicksal ein bleibendes Zuhause gefunden. Sie finden bei uns (fast) alles, was ein bescheidenes Katzenherz benötigt: Liebe, Nahrung, Sicherheit und Geborgenheit, Pflege und tierärztliche Betreuung. Unsere Tierärztin, Frau Dr. Silvia Weiss ordiniert in der Regel 3x wöchentlich im Heim.
Selbstverständlich ist es laut Vereinstatuten eine Hauptaufgabe des I. Österreichischen Katzenschutzvereines, bzw. des Katzenheims Freudenau, Katzen an tierliebende Menschen zu vermitteln. Und gewiss sind wir froh, wenn wir einen guten Platz für ein Tier finden können - wird doch dadurch auch ein Platz für ein anderes Tier frei.
Dies sei besonders hervorgehoben: Wir vertrauen nur dann jemandem eine Katze aus unserem Heim an, wenn wir wirklich hundertprozentig zu wissen glauben, dass es der von uns vermittelten Katze bei ihrem neuen Besitzer auch wirklich gut geht.
Wir bitten daher um Verständnis dafür, dass wir uns oft gezwungen sehen, Katzeninteressenten abzuweisen, nämlich immer dann, wenn wir eben doch den Eindruck haben, dass Tier und Mensch doch nicht so gut harmonieren, wie wir es ihm wünschen.
Vor allem die sogenannte "goldene Freiheit" in der Nähe von belebten Straßen oder in der Nähe von Wäldern, die von Jägern durchstreift werden, ist in unseren Augen äußerst problematisch.
Weitere Informationen finden Sie hier.